"WER IMMER MIT DEM SCHLIMMSTEN RECHNET,

HAT MEISTENS EINE GUTE ZEIT!"

 Kritik aus der Elbe-Jeetzel-Zeitung.

Gastspiel in HELLAS THEATERCLUB, Dannenberg, am 13.1.18.

PHILOSOPH AUF BÜHNENBRETTERN

 Ist Heinz Klever Kabarettist oder hat er den unverstellten Blick auf die Folgen des Klimawandels, der alternden undigitalisierten Gesellschaft oder des ungezügelten Konsums? Die Gäste im ausverkauften „Hellas Theaterclub“ waren am Sonnabend mal köstlich amüsiert, mal fühlten sie sich sanft in die Wade gebissen, und immer klatschten sie begeistert Beifall, nachdem sie ein paar Atemzüge gebraucht hatten, um die Botschaften zu entschlüsseln. Sie waren in freier Rede, in Gedichten und Chansons verkleidet. „Das war Zeitgeist auf hohem Niveau“ sagte ein Zuhörer, ein anderer charakterisierte den Solokünstler als „Philosoph auf Bühnenbrettern“.„Wer immer mit dem Schlimmsten rechnet, hat meistens eine gute Zeit“, hat Heinz Klever sein zweistündiges Programm überschrieben und wünschte „angenehme Albträume über die Katastrophen vor unserer Haustür“. Holland werde untergehen, prophezeite er, „denn die Gletscher der Pole sind morgen Schnee von gestern“. Angela Merkel und Peter Altmaier ließ er als altes, von der Gicht geplagtes Paar den Wunsch „The same procedure as every year“ aussprechen. Und Jahre später werde „die Partei der Freien Nichtwähler die Regierungsgeschäfte übernehmen“. An das Publikum gewandt, warnte er vor  Freundschaftsbeziehungen in sozialen Medien und „zitierte“ Manager von Facebook und Instergram: „Ihr seid nur eine Ansammlung von Daten, wir geben euch Bedeutung“.Mit Blick auf Massentierhaltung, Herbizide und Pestizide formulierte er „Nahrung istWissen plus Überwindung“ und angesichts des demografischen Wandels sprach er von einem „Greisen-Tsunami“. Das Positive für die Sozialkassen sei, dass verarmte Rentner, „die nichts zu beißen haben, auch keinen Zahnersatz brauchen“. Der Applaus galt einem Berliner Multitalent. Als Autor, Schauspieler, Komponist und Kabarettist ist Heinz Klever häufig Gast bei renommierten Kabaretts wie der „Pfeffermühle“ und den „Academixern“ in Leipzig, dem „Eulenspiegel“ in Berlin oder dem Spandauer

 Volkstheater..........  mh

 

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LIEDERLICHE TEXTE

 

Cellesche Zeitung

 

Gastspiel in KUNST UND BÜHNE

 

12.1.2015

 

Mit Sarkasmus und feiner Ironie

 

 Einen „etwas anderen Blick“ auf das politische Zeitgeschehen als die gängigen Nachrichtenagenturen warf der Berliner Kabarettist Heinz Klever bei seinem zweistündigen Soloprogramm „Liederliche Texte – Standpunkte zur Lage“ am Samstag in Kunst & Bühne. Dabei wusste er nationale und internationale Themen in sich schlüssig zu vernetzen und bot Zeitgeist auf hohem Niveau. Da jedoch – wie er augenzwinkernd einräumte – „gesprochene Worte kaum ausreichen, die Lage anschaulich zu machen“, fügte er in feinster Chanson-Manier gesungene Worte hinzu. Und seine präzise geordneten Akkorde wechselten ebenso oft die Richtung wie seine Philosophie und kippten bisweilen unerwartet von Dur in Moll. Aber sie ergaben immer Sinn. Klever gehört zweifellos nicht zu den larmoyanten Ans-Bein-Pinklern, er erwies sich vielmehr als vorzüglicher verbaler und dabei mundart-gewitzter Wadenbeißer. Trittsicher balancierte er auf dem schmalen Grat zwischen intelligentem Witz und bitterem Ernst, brachte das Publikum zum Lachen, aber auch zum Denken, wie man es von politischem Kabarett nicht anders erwartet. Er verstand es, die Moralkeule auszupacken, ohne als Moralist dazustehen. Davor bewahrten ihn sein Sarkasmus und seine feine Ironie..........

 

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IN DER TRUHE LIEGT DIE MACHT!

 

Theaterstück von Heinz Klever

 

Falkensee Aktuell

 

SPANDAUER VOLKSTHEATER VARIANTA

 

2.2.17

 

„In der Truhe liegt die Macht! oder Wo bitte geht der nächste Zug nach Spindlersfeld?“ bricht mit dieser Tradition. Das neue Stück ist eine zeitaktuelle Komödie mit viel Kabarett und Gesang, vom Theaterleiter Heinz Klever selbst geschrieben. Es bietet eine brisante Mischung, die aber sehr gut funktioniert.

 

Hajo (Klever) und Moni (Sonya Martin) könnten ihren Lebensabend so schön genießen, wenn da nicht der längst erwachsene Sohn Fritjof (genial in seinem Spiel: André Rauscher) wäre. Der kann sich weder vom „Hotel Mama“ lösen noch einen richtigen Job finden.

 

Abwechselnd versucht er sich als Bankberater, als Altenpfleger und sogar als Moslem, was herrlich überspitzt in immer neuen Kostümierungen sehr zur Unterhaltung der Zuschauer beiträgt. Das Schauspiel der Drei ist passend dazu perfekt auf den Punkt gebracht – mal ernsthaft hinterfragend, mal albern überspitzt. Wenn Fritjof die wie Kleinkinder sich dem Löffel verweigernden Senioren als Alterspfleger füttert, dann bleibt bei den Zuschauern kein Auge trocken. Das ist einfach köstlich umgesetzt.

 

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